Über uns

Wir, das sind Mütter und Väter, die ihre Töchter und Söhne verloren haben, sei es durch Krankheit, Unfall oder Suizid, treffen uns im schützenden Raum einer Gruppe. Denn aus unserer Erfahrung heraus kann Kontakt mit anderen Betroffenen sehr hilfreich sein.

Unsere Gruppe ist noch jung: Aus der Hilflosigkeit und Verzweiflung heraus, die durch den Verlust der Kinder entstanden ist, haben sich eine Hand voll Elternteile im Jahre 2004 das erste Mal getroffen und gemerkt, dass sie nicht allein sind mit ihrem Schicksal. Obwohl wir eine offene Gruppe sind und nicht immer jeder zu den vereinbarten Treffen da sein muss, sind meistens alle anwesend und mittlerweile schon etliche neue Eltern dazu gekommen. Dies, denken wir, spricht für unser miteinander Reden, einander Zuhören und einfach für den anderen da sein. Auch die Begegnung mit schon länger betroffenen Müttern und Vätern kann Wege aufzeigen und zu neuer Orientierung verhelfen.

Oft haben Außenstehende Schwierigkeiten zu verstehen, dass Eltern offen über das dunkelste Kapitel in ihrem Leben sprechen wollen, und meinen ob es nicht besser wäre, die Wunden heilen zu lassen, anstatt sich damit auseinander zu setzen. So zu tun, als wäre nichts geschehen, macht unsere Kinder nicht wieder lebendig – durch Gespräche bleibt aber die Erinnerung wach.